Der gefühlte Donnerstag

Merkwürdig ist es schon, wie unterschiedlich sich die Welt anfühlt,
wenn Träume in Begriff sind, wahr zu werden. Ich werde an einem Montag
wach und fühle mich als wäre es Donnerstag. Etwas Schönes steht vor
der Tür und umhüllt mein Herz mit einer dicken wattigen Schicht
Vorfreude. Diese Schicht ist so dick, dass alles darin etwas taub und
blind wird. Aber egal, es ist warm und sicher. Was stört da schon das
miese Wetter, die immerkalten Füße, der Mangel an Sonne, die
Eurokrise, der Mauerabriss, die Anhebung der BVG-Preise, der
Auflagenrückgang von Print-Medien, Absatzkrisen im Automobilsektor,
Atombombendrohung in Nordkorea, Terrorwarnung in Deutschland,
Erfolglosigkeit bei Werder, die Krise bei den Bayern, der Weggang von
Lewandowski, Albas Abrutschen ins Mittelmaß, und nicht zuletzt meine
Steuererklärung. Bald lassen wir den ganzen Mist hinter uns und
verkriechen uns am Ende der Welt!
Seit nunmehr einer Woche fühle ich mich jeden Tag wie Donnerstag. Und
ab morgen ist dann Freitag!

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